Der Regenwald stirbt – für Gartenmöbel aus Teak

24.03.2009 um 16:05 Uhr | in Waldwirtschaft

Teak ist in der Tropenwaldwirtschaft die rentabelste Baumart. In Deutschland liegt der Marktanteil für Teak und andere tropische Hölzer bereits bei 50 Prozent des gesamten Holzmarktes. Um den ständig wachsenden Bedarf zu decken, werden immer größere Urwaldflächen gerodet. Jeden Tag fallen weitere Tier- und Pflanzenarten dem oft illegalen Raubbau zum Opfer. Und auch dem Klima schadet die Zerstörung: Nach Schätzungen stammen circa 20 Prozent der CO2 -Emissionen aus Regenwald-Rodungen. Teak, in Monokulturen angebaut, verschlechtert zudem die Fruchtbarkeit der Böden. Regenwasser schwemmt die Humusschicht weg und hinterlässt kahle Wüsten.

holzÖkologisch erwirtschaftetes Holz aus den ForestFinance Forsten

Doch Teak liefert eines der schönsten und besten Hölzer der Welt. Das kräftig-braune und glänzende Kernholz setzt sich deutlich gegen das schmale helle Splintholz ab. Der Geruch des frischen Holzes erinnert an Leder. Schnelles Wachstum, seine edle Färbung und die hohe Witterungsbeständigkeit machen Teak zu der beliebtesten Holzart der Regenwälder. Teak wirkt nicht nur edel, sondern trotzt dank seiner natürlichen Öle auch Wind und Wetter und ist damit ideal für Gartenmöbel geeignet. Selbst nach vielen Jahren im Freien bleibt Teakholz ganz ohne chemische Behandlung stabil. Nur die Farbe des Holzes verändert sich mit der Zeit und entwickelt eine natürlich schöne, silbergraue Patina. Daneben wird Teakholz auch gerne für Parkett oder aber im Schiffs- und Bootsbau eingesetzt. Schiffsdecke aus Teak werden nicht rutschig. Darüber hinaus eignet sich Teakholz zum Drechseln, Schnitzen oder für den Modellbau, da es leicht zu bearbeiten ist. Nach wie vor besteht daher eine sehr hohe Nachfrage nach Teak - auch aus tropischen Urwäldern.

Die Alternative: Teak aus ökologischer Aufforstung

Umweltverträgliche Aufforstungen mit Teak sind möglich. Voraussetzung ist, dass für die Pflanzungen kein Regenwald abgeholzt wird und keine Monokulturen gepflanzt werden. Das Bonner Unternehmen ForestFinance realisiert solche ökologische Aufforstungen in Panama.

Eine kürzlich in den ForestFinance Teakbeständen durchgeführte Studie belegt eine höhere Pflanzenvielfalt als in reinen Teak-Monokulturen. Den Grund dafür vermutet Forstingenieurin und Autorin der Studie Carola Paul in der kleinflächigen Anlage der Bestände. Die negativen Effekte von Teak, wie die starke Beschattung durch die sehr großen Blätter, kommen durch die Mischung mit einheimischen Baumarten weniger stark zum Tragen als in großflächigen Monokulturen, in denen die meisten vergleichbaren Studien stattfanden.

Der aus Indonesien stammende Teakbaum wird von ForestFinance als einzige nicht einheimische Art in Panama angepflanzt. Die ForestFinance-Mischwälder bieten neuen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Schädlinge dagegen vermehren sich weit schlechter als in Monokulturen, was den Einsatz von Pestiziden weitgehend überflüssig macht. Wer mit ForestFinance in ökologische Tropenwald-Aufforstung investiert, tut daher auch der Natur etwas Gutes.

www.forestfinance.de

von Kristin Steffan.


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