19.05.2010 um 14:39 Uhr | in Meldungen aus Wald und Welt
Das Jahr 2010 wurde von der UNO zum internationalen Jahr der Biodiversität ernannt, um der Bevölkerung ins Bewusstsein zu rufen, wie wichtig Artenvielfalt für das ökologische Gleichgewicht ist.
Trotzdem sind noch keine Erfolge sichtbar: Der dritte “Globale Ausblick zur Lage der biologischen Vielfalt” liefert ein ernüchterndes Ergebnis ab – Das Artensterben geht weiter …
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von Janina Mai.
13.01.2010 um 14:35 Uhr | in Meldungen aus Wald und Welt
Die Vereinten Nationen haben 2010 zum “Internationalen Jahr der Artenvielfalt” erklärt, um auf den weltweit drohenden Verlust der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen aufmerksam zu machen. Zahlreiche Veranstaltungen sollen in diesem Jahr auf die Bedeutung des Artenschutzes hinweisen und Organisationen und Privatpersonen ermutigen, sich selbst für den Erhalt der Artenvielalt einzusetzen.

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von Kristin Steffan.
24.04.2009 um 15:50 Uhr | in World of ForestFinance
Die Forstingenieurin Carola Paul wurde für ihre Diplomarbeit mit dem
Förderpreis der Münchner Forstwissenschaftlichen Gesellschaft
ausgezeichnet. Sie untersuchte auch die ForestFinance-Forste.
Studien belegen: kommerzielle Holzplantagen unterstützen die biologische Vielfalt. Einerseits, weil der Holzbedarf nicht mehr aus den verbleibenden Naturwäldern gedeckt werden muss. Und andererseits, weil eine Holzplantage die Wiederherstellung eines Waldökosystems beschleunigen kann.
Die Bedingungen für eine natürliche Wiederansiedlung von Pflanzen sind auf ehemaligen Weideflächen nämlich denkbar schlecht. Es herrscht eine hohe Sonneneinstrahlung, der Boden ist oft nährstoffarm und erosionsanfällig. Neu gepflanzte Bäume stabilisieren die ausgelaugte Erde mit ihrem Wurzelwerk und reichern sie mit Nährstoffen aus dem abgefallenen Laub an.
Holzplantagen und Artenschutz
Eine besondere Bedeutung kommt Holzplantagen beim Artenschutz zu. Sie schaffen Rückzugsgebiete für viele Arten und ermöglichen Wanderungen zwischen den Naturwäldern. Inwieweit Plantagen die Biodiversität unterstützen, hängt aber stark von ihrer Bewirtschaftung ab. Daher haben eine Reihe von internationalen Organisationen wie die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) und die ITTO (International Tropical Timber Organization) Richtlinien für den Schutz der Biodiversität in Holzplantagen formuliert. Zu diesen gehört, dass einheimische statt exotische Arten nicht in Monokultur, sondern in Mischkultur angebaut werden und bestehende Waldreste erhalten bleiben.

Brüllaffe in den ForestFinance Forsten
Die ForestFinance-Forste erfüllen diese Kriterien. Dank ihrer vorbildlichen Bewirtschaftung sind sie ideal, um die praktische Umsetzung und Wirkung der Richtlinien zu erforschen. So entstand in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Waldbau an der TU München eine Diplomarbeit, welche die Pflanzendiversität in den ForestFinance- Forsten in Las Lajas erforschte.
Gegenstand der Untersuchung war die natürlich gewachsene Bodenvegetation in den ForestFinance Wäldern. Solch ein Unterwuchs wird in vielen kommerziellen Plantagen nicht geduldet, da er mit dem Wertholz um Wasser, Licht und Nährstoffe konkurriert. Eine Kernfrage der Arbeit war, ob die Diversität der Pflanzen unter der Baumart Teak genauso hoch ist wie unter Beständen aus einheimischen Baumarten. Der aus Indonesien stammende Teakbaum wird von ForestFinance als einzige nicht einheimische Art angepflanzt. Er ist bei herausragenden Holzeigenschaften sehr schnellwüchsig, bietet vielfältige Verwendungsmöglichkeiten und verfügt über einen hohen Absatzmarkt. Die stabil hohen Holzpreise bedeuten eine Versicherung für die Investoren. In Holzplantagen wurde für Teak jedoch eine geringe Pflanzendiversität festgestellt.
Auch im Rahmen der Diplomarbeit wurden unter den ForestFinance-Teakbeständen tendenziell weniger Arten als in den Mischforsten – aber mehr als in anderen Teakplantagen festgestellt. Das liegt vermutlich an der kleinflächigen Anlage der Bestände. Die negativen Effekte von Teak kommen durch die Mischung mit einheimischen Baumarten weniger stark zum Tragen als in Monokulturen, in denen die meisten vergleichbaren Studien stattfanden.
Neuer Lebensraum für Tiere
Untersuchungen zu den Verbreitungsmechanismen der Pflanzenarten ergaben, dass 90 Prozent der gefundenen Arten durch Tiere verbreitet werden. Dies entspricht der Verbreitungsstruktur natürlicher Ökosysteme und zeigt, dass die ForestFinance-Bestände ein akzeptiertes Habitat für Tiere darstellen. Dieser Erfolg beruht auch darauf, dass ForestFinance bei der Anlage der Bestände bestehende Einzelbäume und Waldreste in die Plantagen integriert hat.
Insgesamt zeigte die Untersuchung eine positive Auswirkung der von ForestFinance angewandten Managementmaßnahmen auf die Pflanzendiversität. Das ist eine wichtige Erkenntnis, denn Teak wird auch in Zukunft eine bedeutende Wirtschaftsbaumart bleiben, die maßgeblich zum finanziellen Erfolg einer Plantage beiträgt.
www.forestfinance.de
von Kristin Steffan.
16.09.2008 um 13:02 Uhr | in Panama-Tagebuch
„Ein Baum der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst“, hat mal jemand zu mir gesagt.
Aber ein Baum, der wächst, macht auch ganz schön Krach. Zumindest, soweit ich das beurteilen kann. Mittlerweile bin ich schon seit einigen Wochen hier in Panama, habe unsere Fincas kennen gelernt und dabei festgestellt, dass das sprichwörtliche „Schweigen im Walde“ wohl eine etwas vorschnelle Beurteilung eines ahnungslosen Spaziergängers gewesen sein muss.
Hier in Panama gibt es 32 verschiedene Fincas, die ForestFinance in den letzten 14 Jahren aufgeforstet und damit jede Menge Platz für verschiedene Schreihälse und stimmgewaltige Untermieter geschaffen hat. Sobald ich einen Fuß in diese riesige Wohngemeinschaft Wald setze, ist es vorbei mit der Ruhe. Unzählige Vögel rufen durcheinander, der Wind fährt durch die Blätter und Insekten surren mir um die Ohren. Auf manchen Pflanzungen höre ich sogar Affen brüllen.

Die Abholzung der Regenwälder hat dazu geführt, dass der Lebensraum der meisten Tierarten in Panama völlig zerstückelt ist. Deswegen ist es umso wichtiger, durch Aufforstung neue Lebensräume zu schaffen. Beispielsweise für das Ozelot. Die nachtaktive Kleinkatze, die durch den Pelzhandel und die systematische Zerstörung ihres Lebensraums beinahe ausgerottet war, wurde bereits mehrfach auf den älteren Fincas in Las Lajas und Umgebung gesichtet. Hier verbringt sie den Großteil des Tages in Baumhöhle, um sich nachts auf die Jagd nach Mäusen, Fröschen, Schildkröten, Schlangen und Vögeln zu machen.
Im Gegensatz zu diesem leisen Jäger sind die lautesten Bewohner der Forste wahrscheinlich die Mantelbrüllaffen, deren Balzrufe über Kilometer hinweg zu hören sind. Die Pflanzenfresser ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Blättern und leben in Gruppen von bis zu 30 Tieren, die besonders morgens die restlichen Bewohner der Gegend mit viel Elan von ihrer Anwesenheit wissen lassen. Für den Namen „Los Monos“ hat man sich im ForestFinance Team nicht umsonst entschieden.
Sowohl das Ozelot als auch die Brüllaffen stehen auf der roten Liste der gefährdeten Arten. Der ebenfalls in den ForestFinance Fincas vorkommende Schopfkarakara, der zu den Geierfalken zählt, ist nach dem Aussterben des Guadalupe Karakaras die letzte verbleibende Art der Gattung Polyborus. Seine charakteristischen Schreie vermischen sich mit den unzähligen anderen Lauten, die aus jedem Winkel des Waldes zu kommen scheinen. Setzt der Regen ein – und das ist hier recht häufig der Fall - kommt zu dem überraschend lauten Tropenkonzert das Prasseln der Tropfen auf die Blätter hinzu und nach einiger Zeit das Quaken der Frösche und Kröten in den schnell entstehenden Pfützen bzw. Miniaturseen.
Wie kommt man also auf die Idee, dass es in dem übervollen Lebensraum Wald still sein könnte? Vielleicht, weil uns diese Art von Lärm mittlerweile vorkommt wie eine himmlische Stille, weil wir die Geräusche der Natur so selten wahrnehmen. Bevor ich aus Deutschland herkam, um für ein halbes Jahr in den ForestFinance forsten zu arbeiten, hatte auch ich ein „Bild der Ruhe“ im Kopf, wenn ich an das kleine Land Panama und seine Wälder gedacht habe. Doch was ich in den Forsten tatsächlich gefunden habe, ist besser als jede tote Stille: lebendiges Rauschen, Surren, Brummen, Brüllen, Klappern und Plätschern.

www.forestfinance.de
von Andreas Schnall.
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