Das Artensterben geht weiter

Das Jahr 2010 wurde von der UNO zum internationalen Jahr der Biodiversität ernannt, um der Bevölkerung ins Bewusstsein zu rufen, wie wichtig Artenvielfalt für das ökologische Gleichgewicht ist.

Trotzdem sind noch keine Erfolge sichtbar: Der dritte “Globale Ausblick zur Lage der biologischen Vielfalt” liefert ein ernüchterndes Ergebnis ab – Das Artensterben geht weiter …

Bereits 1992 beschlossen führende Politiker aus aller Welt, dem Artensterben endlich ein Ende zu setzten und steckten bei der UN-Konferenz über Entwicklung und Umwelt in Rio de Janeiro hohe und gleichermaßen wichtige Ziele. 2002 wurde auf dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung ebenfalls vereinbart, den Verlust der Biodiversität bis 2010 entscheidend zu verlangsamen. Aus dem dritten UN-Bericht geht nun hervor, dass weltweit, in der EU und auch in Deutschland das 2010-Ziel zur biologischen Vielfalt um Längen verfehlt wurde. Nach neueren Erhebungen liegt die derzeitige Aussterberate bei drei bis 130 Arten pro Tag. Dies übersteigt den natürlichen evolutionären Wert um den Faktor 100 bis 1000. Die Artenvielfalt und das natürliches Reichtum der Erde gehen noch immer in dramatischem Ausmaß zurück.
Dass Natur unsere Existenzgrundlage darstellt, dürfte niemand mehr bezweifeln. Trotzdem wird zu wenig getan: Klar ist,
dass die zugrundeliegenden Ursachen für den Verlust an biologischer Vielfalt bisher nicht ernsthaft bekämpft wurden. Neben der bedrohlichen Voranschreitung des Klimawandels ist der Verlust der Biodiversität wohl die größte globale umweltpolitische Herausforderung unserer Zeit.

leguan
Der Grüne Leguan lebt in Südamerika und steht unter Artschutz, da sein Lebensraum durch die Zerstörung des Regenwaldes gefährdert ist. Foto:ForestFinance.

Biodiversität ist nicht nur wichtig für das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten, auch auf ökonomischer Ebene ist es wichtig die Artenvielfalt zu erhalten. Die Natur liefert dem Menschen eine Vielzahl von Gütern und Leistungen, die ausschlaggebend sind für das menschlichen Wohlergehen. Rohstoffe wie Holz, Öle oder Harze, Farbstoffe, Arzneimittel wie Aspirin oder Penicillin, Ökosystemdienstleistungen, Freizeitvergnügen und ästhetische Befriedigung oder beispielsweise die Regulierung des Wasserkreislaufs – dies ist nur ein winziger Bruchteil der Leistungen, die wir von der Natur in Anspruch nehmen. All diese Systeme sind gefährdet und drohen zu kippen, wenn wir das Artensterben nicht verlangsamen.

Damit diesem beunruhigenden Trend endlich ein Ende gesetzt werden kann, muss das Thema Biodiversität sehr viel mehr in den politischen Mittelpunkt gerückt werden, denn der Handlungsdruck ist hoch. Das politische Bewusstsein für die Hauptursachen des Biodiversitätsverlustes muss sehr viel stärker geprägt werden: Zerstörung und Übernutzung, Umweltverschmutzung und die drastischen Bedrohung des Klimawandels treiben das weltweite Artensterben an.

Holzplantagen beispielsweise, wie die ForestFinance Forste in Panama, schaffen Rückzugsgebiete für viele Arten und ermöglichen Wanderungen zwischen den Naturwäldern. Inwieweit Plantagen die Biodiversität unterstützen, hängt allerdings stark von ihrer Bewirtschaftung ab. Daher haben eine Reihe von internationalen Organisationen wie die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) und die ITTO (International Tropical Timber Organization) Richtlinien für den Schutz der Biodiversität in Holzplantagen formuliert. Zu diesen gehört, dass einheimische statt exotische Arten nicht in Monokultur, sondern in Mischkultur angebaut werden und bestehende Waldreste erhalten bleiben. Die ForestFinance-Forste erfüllen diese Kriterien und tragen so effektiv zum Erhalt der Biodiversität bei, indem sie Tieren und Pflanzen die Wiederansiedlung ermöglichen

Zum 3. UN-Bericht: “Globale Ausblick zur Lage der biologischen Vielfalt” geht’s hier.

Tags: , ,