Im Rahmen des ForestFinance Design-Wettbewerbs “Holz-sucht-Kopf” wurden am 23.04.10 auf der INVEST Messe in Stuttgart die Gewinner ausgezeichnet…
Unter dem Motto “Holz-sucht-Kopf” veranstaltete der Bonner Waldinvestment-Anbieter ForestFinance einen Ökodesign-Wettbewerb und suchte kreative, umweltbewusste Designer. Das Holz der ersten Ernte ist für das Unternehmen ein Meilenstein und daraus sollte dem-entsprechend etwas Besonderes entstehen. Deutschlandweit wetteifer-ten Gestalter um die beste Ökodesign-Idee aus diesem Edelholz. Auf der Fachmesse Invest in Stuttgart wurden am vergangenen Freitag die beiden Gewinner gekürt: Johannes Rave und David Laudert mit ihrem Entwurf eines Segelstuhls.

David Laudert (links im Bild) und Johannes Rave (rechts) studieren im sechsten Semester Industrial Design an der Hochschule Pforzheim.
Die Gewinner des Wettbewerbs und ihr Entwurf: Ein Segelstuhl
Johannes Rave und David Laudert überzeugten die Jury mit ihrem Se-gelstuhl-Entwurf. Auf der Stuttgarter Messe Invest konnten sie dafür ihren Preis entgegennehmen: einen Gutschein über eine Reise nach Panama. Die glücklichen Gewinner studieren beide im sechsten Se-mester Industrial Design an der Hochschule Pforzheim. Der Entwurf der jungen Designer wurde aus zahlreichen Einsendungen von einer Jury, bestehend aus Experten der Bereiche Design, Forst- und Um-weltpolitik sowie Holzwirtschaft und ForestFinance-Geschäftsführer Harry Assenmacher, als eindrucksvollster bewertet. Die feierliche Preisverleihung wurde von Frau Prof. Dr. Ludin, Professorin an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und Jurymitglied, geleitet. Weitere Mitglieder der Jury waren: Dr. Uwe Sayer, Geschäftsführer Forest Stewardship Council Deutschland (FSC), Hauke Jeske, Leiter der Arbeitsgruppe Holzanatomie und Pathologie an der TU München sowie Günter Horntrich, Professor für Ökologie und Design an der Köl-ner International School of Design.
Harry Assenmacher zeigte sich begeistert und lobte die Kreation der beiden Studenten: “Dieser Stuhl erinnert mit seinen Bögen an die Brü-cken Panamas, die Nord- und Südamerika verbinden. Ich finde den Entwurf elegant, von einer beeindruckenden Leichtigkeit und voller Schwung. Einfach pfiffig. Wir freuen uns, dass ForestFinance einen solchen Entwurf prämieren kann und werden mit Sicherheit einen ge-eigneten Produzenten dafür finden.”
Das Material für den Segelstuhl
Seit über einem Jahrzehnt bietet ForestFinance Direktinvestments in tropische ökologisch-nachhaltige Aufforstung an und ist in den letzten Jahren stark gewachsen. So pflanzte die deutsch-panamaische ForestFinance Gruppe in diesem Jahr einen grünen Meilenstein und brachte den millionsten Tropenbaum in die Erde. Die hierbei entstehenden Wälder bieten nachhaltigen Nutzen für die Umwelt, da keine Monokultur-Plantagen gepflanzt werden, sondern biologisch hoch diverse Mischwälder, die auch über die Durchforstung hinaus als Biotop dauerhaft erhalten bleiben.
2010 fällt das erste Durchforstungsholz aus den ForestFinance-Wäldern in Panama an. Dabei werden 10 bis 15 Jahre alte Bäume aus dem Forst geholt, um den verbleibenden Bäumen mehr Platz, Licht und somit einen stärkeren Volumenzuwachs zu ermöglichen. Von dieser Durchforstung sind vor allem die Baumarten Amarillo (Terminalia amazonia), Teak (Tectona grandis) und Zapatero (Hyeronima alchorneoides) betroffen. Insgesamt holen die Forstarbeiter schätzungsweise 780 Kubikmeter tropisches Edelholz aus den Forsten. Aus diesem Holz werden nun die Segelstühle gebaut.

Der Segelstuhl der jungen Designer überzeugt durch seine Schlichtheit und leichtfüßige Eleganz. Er erinnert an die Brücken Panamas, die Nord- mit Südamerika verbinden.
Was genau versteht man unter Öko-Design?
Öko-Designer verarbeiten so wenig Material wie nötig und bevorzugen recycelte, einheimische wie umweltfreundliche Stoffe. Sie verwenden Energie sparende Techniken, indem sie beispielsweise den Luftwiderstand oder den elektrischen Widerstand verringern. Allen gilt Langlebigkeit als höchste Tugend. Erreicht wird diese durch Vermeidung von Verschleiß, zeitlose Gestaltung, Modeunabhängigkeit und Reparaturmöglichkeiten.
War Ökodesign vor einigen Jahren noch die Idee von einigen wenigen umweltbewussten Designern und Produzenten, gibt es heute dazu amtliche Regelungen und Definitionen. Die vom Umweltbundesamt lautet: „Ökodesign ist ein systematischer und umfassender Betrachtungs- und Gestaltungsansatz für Produkte, welcher das Ziel verfolgt, die Umweltbelastungen über den gesamten Lebenszyklus durch verbessertes Produktdesign zu mindern. Hierfür stehen mittlerweile eine ganze Reihe von Checklisten, Handbüchern bis hin zu Softwarelösungen basierend auf der methodischen Grundlage der Ökobilanzierung zur Verfügung.“ In sogenannten Produktnormen werden immer mehr Ökodesign-Grundsätze verankert, woran sich auch die EU beteiligt. Seit Oktober 2009 gibt es in den Ländern der Europäischen Union eine neue Richtlinie für Ökodesign. Sie betrifft vor allem die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte wie Lampen, Kühl- und Gefriergeräte, Fernseher, Heizungspumpen oder Elektromotoren.
Tags: Messe, Öko-Design, Panama