Nachwuchstiger und Klimageschenke

18.12.2009 um 14:31 Uhr | in CO2OL Climate, World of ForestFinance

Newsletter-Editorial vom 18.12.2009

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe ForestFinance Kunden,

warum mir jetzt Tiger Woods und Geschenke einfallen? Vielleicht, weil der sibirische Tiger trotz intensiver Partnersuche auch vom Aussterben bedroht ist, „Woods“ sowieso zum Thema passt und Geschenke eben gerade in der Weihnachtsluft liegen. Vielleicht aber auch, weil er der erste Sportler ist, der es nur mit sportlicher Betätigung zum Milliardär gebracht hat – sofern man Rasierwasser- und Nobeluhrenwerbung unter Sport subsumiert. Jedenfalls hat es nichts damit zu tun, dass der gar nicht so arme Kerl einen Baum angefahren hat und dabei einen klimaschädlichen CO2-schleudernden SUV gefahren hat (was wir beides schon aus ökologischen Gründen aufs Schärfste verurteilen). Der Mann wird vermutlich über 200 Mio. Dollar an seine Noch-Gemahlin zahlen müssen, um das zwischenmenschlich aufgeheizte Klima wenigstens pekuniär abzukühlen.

Die Klima-Ehe zwischen Industriestaaten, den Hauptverursachern der Misere, und den armen Entwicklungsländern ist ebenfalls zerrüttet. Immerhin das 2,4-fache des Tigervermögens – läppische 2,4 Milliarden Dollar – haben die Reichen zunächst den Entwicklungsländern und ihren rund 6 Milliarden Einwohnern in Kopenhagen als jährliches Geschenk für Klimaschutz angeboten. Oder anders ausgedrückt: ca. 40 Cent pro Kopf und Jahr. Gleichzeitig soll jeder Bundesbürger demnächst Steuerpräsente in Höhe von etwa 200 Euro bekommen.
Nachvollziehbar, denn Bundesbürger emittieren ja auch ein Vielfaches an CO2 im Vergleich zu den Menschen in Entwicklungsländern. Damit das so weitergeht, braucht es mehr Geld im deutschen Portemonnaie. Irgendwie scheint nur die Dämmung im Dachstübchen der Politiker exzellent zu arbeiten.

Ein ähnlich klimafreundliches Weihnachts-Geschenk für 2010 erhält im Land der ehemaligen Dichter und Denker ein anderer Sportsmann: Michael Schumacher darf für vermutete fünf Mio. Euro wieder CO2 auf Formel1-Rundkursen produzieren. Und spannende Unterhaltung natürlich.
Liebe Unterhaltungsindustrie von RTL bis Mercedes-Benz – das könntet ihr wesentlich kostengünstiger haben! Wenn zum Beispiel die 360.000 Einwohner der Malediven evakuiert werden müssten, ließen sich emotionalste Abschiedsszenen drehen (Kader Loth könnte eine absaufende heimatlose Malediven-Familie zum „Perfekten Promi Dinner“ einladen!). Wenn der steigende Meeresspiegel das Mekong Delta in Vietnam flutet könnte das „Dschungel Camp“ mit dem Untertitel „Holt mich hier raus, ich bin ein absaufender Star“ untertitelt werden.

ForestFinance pflanzt in diesem Jahr seine Weihnachtsgeschenke lieber in Form von Kakaobäumen in Panama. Diese sollen nämlich künftig nachhaltig Bio-Kakao liefern, dessen Erlös für die Regionalentwicklung der bäuerlichen Kooperativen Verwendung findet. Vor allem für die Ausbildung von Jugendlichen. Wer weiß, ob sich unter denen nicht ein neuer Tiger versteckt – könnte ein sehr lohnendes Investment sein.
Aber vielleicht schaffen wir es dieses Weihnachten auch mal, an etwas anderes und anders zu denken.

Ein frohes, besinnliches Fest und ein gesundes Jahr 2010 wünscht

Ihr Harry Assenmacher

www.forestfinance.de

von Janina Mai.


Forstinvestments bei n-tv

14.12.2009 um 17:08 Uhr | in Waldwirtschaft, World of ForestFinance

Anlässlich des Klimagipfels in Kopenhagen thematisierte n-tv am 8. Dezember 2009 Forstinvestments. Als Studiogast informierte ForestFinance-Geschäftsführer Harry Assenmacher über die Besonderheiten von Direktinvestments in Wald, ihre Risiken und Renditen.

Das Interview können Sie hier als Live-Stream ansehen.

ntv_video Kompletten Beitrag lesen

von Kristin Steffan.


Wenn klein Fritzchen in den Wald geht

02.12.2009 um 15:03 Uhr | in Grünes Geld, Märchenwald, Waldwirtschaft, World of ForestFinance

Kommentar  von Harry Assenmacher zu
Ökotest, Heft 12/09, Artikel „Übersicht Waldinvestments“, Seite 106-107

Finanzexperten sind eine merkwürdige Spezies. Manche sehen Krisen voraus. Insbesondere, wenn sie vorbei sind. Andere entwickeln sich im Rahmen der Evolution sogar zu einem Seitenzweig – zur Art der Finanzjournalisten. Solche haben jetzt aktuell in der Zeitschrift „Ökotest“ einen Artikel über „Waldinvestments“ verfasst. Kompletten Beitrag lesen

von Harry Assenmacher.


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