Bäume pflanzen macht rassistisch – oder zum Ghandi

31.07.2009 um 15:18 Uhr | in World of ForestFinance

Newsletter-Editorial vom 31.07.2009

Es ist ungefähr 20 Jahre her, dass ich erstmals mit einem grünen Forstexperten konfrontiert wurde und damit auch mit meiner eigenen Ignoranz oder, besser gesagt, völlig falschen linken Multikulti-Toleranz. Bis dahin hatte ich den „Japanischen Essigbaum“ im Garten meiner Mutter für besonders elegant und schick gehalten. Klar, ich wusste nicht, dass da keine Vögel (jedenfalls keine deutschen!) drin nisten und dass der eben nicht hierher gehört. Die deutsche Waldbürgerschaft hingegen hat die Kastanie erhalten, die hier seit ein paar hundert Jahren allerorten wächst und den Eindruck erweckt, sie wäre schon immer hier gewesen. Die kommt uns so deutsch vor wie die Walloscheks und Schimanskis in Duisburg, deren polnische Urgroßeltern aus dem Osten kamen. Es gibt also Hoffnung für den Essigbaum – er muss nur durchhalten. Kompletten Beitrag lesen

von Harry Assenmacher.


Preise für Bio-Kakao steigen trotz Wirtschaftskrise

17.07.2009 um 13:44 Uhr | in Meldungen aus Wald und Welt

“In Zeiten der Wirtschaftskrise und schlechter Nachrichten hebt Schokolade offenbar die Stimmung - jedenfalls wird sie viel gegessen” - so schreibt die Deutsche Welle auf ihrer Website. Während sich die Preise der meisten anderen Rohstoffe seit geraumer Zeit in einem Dauertief befinden, steigen die Preise für Bio-Kakao weiter. Dass europäische Käufer bereit sind, für Qualität einen Aufschlag zu bezahlen, freut auch die Bauern in den meist afrikanischen Produktionsländern, die so neue Arbeit zu fairen Bedingungen finden. Dies und mehr zeigt ein aktuelles Video der IFAD (Interational Fund for Agricultural Development), dass Sie auf der Website der Deutschen Welle finden.

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Video zum Thema Bio-Kakao auf der Website der Deutschen Welle

Wer selbst am Aufschwung des Bio-Kakaos teilhaben möchte, für den ist CacaoInvest das richtige Investmet. Bei CacaoInvest pachtet der Investor für 20 Jahre eine Fläche von mindestens 5.000 m2 AgroMischforst. Die Hälfte der Fläche wird mit Nutzbäumen zur Erzeugung von Edelholz aufgeforstet, die andere Hälfte mit Bäumen zur Produktion von hochwertigem Bio-Kakao. Mit einer Renditeprognose von bis zu 9,5 Prozent kann CacaoInvest als nachhaltiges Investment mit seriösen Erwartungen in die Wertentwicklung von Kakao und Edelhölzern aufwarten. Zusätzliche Erlöse aus dem Emissionshandel mit CO2-Rechten oder Samenverkauf sind möglich.

Bereits im fünften Jahr nach der Investition kommt es zu jährlichen Ausschüttungen von circa sieben Prozent. Die Erlöse stammen aus der Vermarktung von fair gehandeltem und biologisch angebautem Kakao.

Mehr über CacaoInvest finden Sie hier.

www.forestfinance.de

von Kristin Steffan.


Der millionste Baum durch deutsche Investoren

15.07.2009 um 13:45 Uhr | in World of ForestFinance

Am 10. Juli  pflanzte ForestFinance einen grünen Meilenstein: den millionsten Tropenbaum. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie übergab der Vorsitzende der staatlichen panamaischen Umweltbehörde ANAM, Javier Arias, den Amarillo-Setzling der Natur.

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Weitere Informationen und die Video-Aufnahme der Zeremonie finden Sie hier.

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von Kristin Steffan.


Sag mir, dass ich gut bin

03.07.2009 um 09:50 Uhr | in World of ForestFinance

“Hoffentlich sind die alle in Pension, wenn das Kartenhaus zusammenbricht” schrieb ein Mitarbeiter der größten US-Ratinagentur in einer internen Email und vergab ein “Triple AAA” also besonders sicher, für das Produkt - alles vor Beginn der Welt-Finanzkrise im Herbst 2008. Die unrühmliche Rolle der privaten Ratingagenturen ist inszwischen bekannt. Sie vergaben noch “AAA” an Banken wenige Tage, bevor diese Konkurs gingen. Gegen Millarden Honorare versteht sich.

Auf diese zertifiziert, geprüft und gerateten Banken und Produkte haben nicht nur Endverbraucher vertraut. Auch Profis, ja selbst ganze Staaten fielen auf die Bewertungsskalen der privaten und gut bezahlten Ratingagenturen herein.

Von einigen Beratern höre ich auch immer wieder, dass wir unbedingt noch dieses und jenes Zertifikat brauchen, weil nur so die Kunden sicher sein können, dass wir unsere Arbeit im und am Wald auch ordentlich machen. Ökologisch und nachhaltig eben. Dafür gibt es ja Prüforganisationen. Guter Gedanke, aber ich finde das System hat einen Denkfehler mit fatalen Folgen. Warum sollten wir eigentlich eine Organisation dafür bezahlen, dass sie uns testet? Und wie unabhängig kann denn überhaupt so ein “Test” sein?

Neulich rief mich z. B. der Geschäftsführer so einer Zertifizierungsorganisation an. Wir würden da ein veraltetes Zertifikat zu Werbezwecken verwenden, das dürften wir nicht mehr und sollten das bitte unterlassen. Machen wir natürlich. Auf den freundlichen Hinweis dieses Logo doch nicht mehr zu benutzen, folgte sogleich der “Tipp”, wir könnten uns natürlich wieder aktuell zertifizieren lassen. Gegen ca. 30.000 Euro Honorar würde so eine Zertifizierung binnen weniger Wochen erfolgen. Nun ja klar, auch Zertifizierungsorganisationen müssen leben und fast hätte ich nicht nur über das Angebot nachgedacht, sondern es sogar angenommen. Auch wenn einen da als Deutscher, der durch “Warentest” und “ÖkoTest” reale Unabhängigkeit gewohnt ist, ein komisches Gefühl beschleicht. Oder können Sie sich vorstellen, dass die Stiftung Warentest oder das Magazin Ökotest ihre Waschmittel- oder Finanzanlagetests durch Persil und Allianz bezahlt bekommen - ja diese im Auftrag der Unternehmen durchführen? Ein Blick auf die Website des “Zertifizierers” war dann zusätzlich verblüffend: Die bis vor drei Jahren reine Prüforganisation war inzwischen zu einem “Rundum”-Forstdienstleister mit einer breiten Angebotspalette mutiert - mithin einem veritablen Mitbewerber am Markt. Auf Nachfrage teilte man mit, dass die Abteilungen selbstverständlich streng getrennt arbeiteten. Da war ich beruhigt. 30.000 Euro gespart. (HA)

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von Harry Assenmacher.


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