Kennen Sie Panama?
Wer kennt schon mehr von Panama als den Panamakanal und die zwei Hauptfiguren eines Kinderbuchs, die, vom Bananengeruch geleitet, Panama suchen?
Der Bär, der Tiger und natürlich die Tigerente müssen auf ihrem Weg viele Abenteuer bestehen. Als sie endlich im Land ihrer Träume ankommen, sind sie überglücklich und wollen es nie wieder verlassen. Die Abenteurer kommen aber am gleichen Ort an, von dem aus sie losgelaufen sind. Hätten sie sich den Weg dann nicht auch sparen können?
Ich denke nicht. Mein Aufenthalt in Panama war eine Reise für sich. Jeden Tag lernte ich neue Orte, neue Geschichten, neue Menschen, Tiere und Pflanzen und Geheimnisse kennen. Natürlich werde ich in einigen Tagen wieder zurück nach Deutschland fliegen, aber mit vielen neuen Erfahrungen.
Auf meiner Reise ist der undefinierte Begriff „Panama“ zu einer Vielzahl von Begriffen angewachsen.
Drei Monate vor meinem Panama-Aufenthalt habe ich angefangen, Vokabeln zu lernen. Doch als ich nach Panama eingereist bin, habe ich nur „Spanisch“ verstanden, also so gut wie gar nichts. Ich hatte alle Vokabeln vergessen. Genau in dem Moment, in dem ich etwas Bestimmtes sagen wollte, ist mir die richtige Vokabel nicht mehr eingefallen. Was im interaktiven Sprachkurs spielend leicht von der Hand ging, erschien mir auf einmal unmöglich. Ich war noch nicht einmal im Stande, die einzelnen Worte in der gesprochenen Sprache auseinander zu halten.
Es blieb mir also nichts anderes übrig, als dem Wasserfall der Worte zu lauschen. Es dauerte einige Zeit, bis sich dem Wasserfall einzelne Worttropfen entlocken ließen. Zunächst blieb es bei den Tropfen, die jedoch allmählich zu kleinen Rinnsalen der Verständnis zusammenflossen. Mit zunehmendem Sprachverständnis konnte ich dem kleinen Land immer mehr Geheimnisse entlocken. Man sagte mir, dass sich mit der jetzt beginnenden Regenzeit die Bäche mit Wasser füllen. Das konnte ich mir schon denken, aber wie kommen die Fische in die Bäche? Die fallen vom Himmel, sagte man mir.
Noch Vieles könnte ich Ihnen erzählen; besser aber ist, sie fahren selbst nach Panama und entdecken eine geheimnisvolle Welt zwischen Palmen, Zauber, Sonne, Bergen, Meeren und Musik.
Hiermit verabschiede ich mich von meinen lieben Lesern und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen im Land der Träume!

PS.: Hatte versprochen, mich vorzustellen. Hier nun ein (fast) echtes Dackelbild von mir! Das nächste Foto wird eine andere Person zeigen. In einer Woche reise ich zurück nach Deutschland und bin gerade dabei, meine Arbeit an meinen Kollegen, einen waschechten bayerischen Förster, zu übergeben. Wir können unsere Bäume unmöglich alleine in Panama stehen lassen. Es wird also weiter, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen, Vor-Ort-Berichte aus Panama geben.
von Alexander Watson.